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3 Festnahmen! Sie tauschten die Deutschlandflagge aus: Diese Chaoten stecken hinter der Pali-Schande vom Reichstag

3 Festnahmen! Sie tauschten die Deutschlandflagge aus: Diese Chaoten stecken hinter der Pali-Schande vom Reichstag
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Berlin – Die Pali-Schande vom Reichstag: Jetzt kommt heraus, wer dahintersteckt. Die pro-palästinensische Gruppe „Peacefully against genocide“ bekannte sich zu der Aktion am Sonntag. Die Chaoten fielen zuletzt immer wieder durch skrupellose Provokationen auf, u. a. beschmierten sie das Kanzleramt und besetzten das Brandenburger Tor.

Gegen 11.15 Uhr kletterte ein Mann (22) am Mast zur „Flagge der Einheit“ hoch. Er holte die Deutschlandflagge herunter, warf sie zu Boden und hisste stattdessen eine Palästina-Fahne. Zwei Männer (20, 32) begleiteten und filmten die Aktion vom Boden aus. Alle drei Tatverdächtigen sind laut Polizei Deutsche ohne erkennbaren Migrationshintergrund.

Zurück blieb ein beschädigtes Nationaldenkmal: Die „Flagge der Einheit“ erinnert an die deutsche Wiedervereinigung und wurde erstmals in der Nacht zum 3. Oktober 1990 gehisst, als die Einheit Deutschlands wirksam wurde. Mit 60 Quadratmetern ist sie die größte Bundesflagge Deutschlands. Durch die Aktion wurde das Fahnenzugsystem beschädigt. Die Deutschlandflagge kann deshalb am Sonntag nicht wieder gehisst werden. Die Polizei ermittelt nun auch wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

Wer steckt hinter der Gruppe?

„Peacefully against Genocide“ ist in Berlin bekannt: Die Pro-Palästina-Gruppe versteht sich selbst als Teil eines „zivilen Widerstands“ und wirbt offen um neue Mitstreiter. Auf ihrer Internetseite lädt sie zu Treffen und sogenannten „Nonviolent Direct Action Trainings“ ein. Dort sollen sich Teilnehmer auf Protestaktionen vorbereiten und Gewaltfreiheit einüben. Auf der Internetseite der Gruppe wurde Israel zudem als „Terrorstaat“ bezeichnet.

Und die Aktivisten suchen sich für ihre Aktionen immer wieder prominente Orte. Am Brandenburger Tor gelangten im November 2025 drei Pro-Palästina-Aktivisten mithilfe einer Hebebühne aufs Dach und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift „Nie wieder Völkermord – Freiheit für Palästina“. Höhenretter mussten sie schließlich herunterholen.

Kurz darauf traf es das Kanzleramt: Ein Mann (26) und eine Frau (27) schmierten mit roter Farbe das Wort „Täter“ auf die Fassade. Die Gruppe bekannte sich zu der Aktion und warf der Bundesregierung vor, „Blut an ihren Händen“ zu haben. Auch eine Farb-Attacke auf das Auswärtige Amt reklamierte sie für sich.

Auch Rheinmetall geriet ins Visier. Sieben Demonstranten klebten sich im Juli vor die Zufahrt eines Berliner Werks und an den Zaun. Die Polizei musste sie von der Fahrbahn lösen. Ermittelt wurde unter anderem wegen Hausfriedensbruchs, Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Jetzt also die „Flagge der Einheit“ vorm Reichstag. Gegen die drei Tatverdächtigen wird unter anderem wegen Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole und Hausfriedensbruchs ermittelt. Wegen des kaputten Fahnenzugsystems kommt gemeinschädliche Sachbeschädigung hinzu. Der 22-jährige Mastkletterer erklärte laut Polizei, aus „Solidarität zu Palästina“ gehandelt zu haben. Die Polizei wertet die Aktion deshalb zudem als Verstoß gegen das Versammlungsrecht.

Polizeigewerkschafter warnt vor „Enthemmung“

Scharfe Kritik kommt von Landeschef Stephan Weh. Er hält die Aktion für bewusst inszeniert: „Dieses Bild wurde gezielt erzeugt und geht bereits um die Welt, denn starke Symbolik wirkt oft mehr als tagelanger Protest. Das ist gezieltes Marketing.“

Für Weh ist der Vorfall zugleich Ausdruck eines größeren Problems: „In der Hauptstadt greifen Enthemmung und Grenzenlosigkeit um sich.“ Die innere Sicherheit verkomme zu oft zur Nebenrolle, während von der Polizei erwartet werde, die Folgen aufzufangen.

Weh: „Doch in einer Sache sind wir leider Weltmeister: im Nicht-Handeln und im Vertagen von Lösungen.“ Die Konsequenzen müssten am Ende vor allem Polizisten tragen, die „tagtäglich ihre Gesundheit aufs Spiel setzen“.

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