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Ceuta: Pedro Sánchez empört mit Playlist für den Sommer auf Instagram

Ceuta: Pedro Sánchez empört mit Playlist für den Sommer auf Instagram
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Madrid – Gerade erst haben in der spanischen Exlave Ceuta Zehntausende Migranten die Grenze gestürmt. Dutzende sind im Meer gestorben. Doch Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez präsentiert seinen Followern statt Krisenkommunikation ausgerechnet seine Sommer-Playlist. Jeans, Freizeithemd, Sommerlaune – der Sozialist teilte ein Instagram-Video, auf dem er entspannt im Sessel sitzt und Musik-Tipps gibt.

Wegen des Beitrags hat Sánchez jetzt einen ordentlichen Shitstorm am Hals. Denn während der Regierungschef seinen „Soundtrack des Sommers“ vorstellt, beschäftigt viele Spanier eine ganz andere Frage: Wie konnte es zu dem Massenansturm und dem Kontrollverlust an der Grenze der spanischen Exklave Ceuta zu Marokko kommen?

Auch die Musikauswahl des spanischen Präsidenten ist fragwürdig: Sánchez’ Sommer-Playlist umfasst insgesamt 31 Songs und ist über den Link in seiner Instagram-Bio abrufbar. Darunter finden sich internationale Künstler ebenso wie spanische Musiker.

Besonders ins Auge fallen dürften vor allem den europäischen Partnern von Spanien zwei Titel: „All My Friends Are So Depressed“ („Alle meine Freunde sind so deprimiert“) von Joyce Manor und „Pesadillas“ („Albträume“) von Cora Yako. Sie beschreiben einigermaßen treffsicher die Empfindungen, die Europas Staatschefs in den vergangenen Stunden über den Kontrollverlust in Ceuta kundgetan haben.

„Was für eine Schande als Präsident“

Aber auch vielen Spaniern gefällt das Timing für das Video gar nicht. Instagram-Nutzer „feliperoyo“ kommentierte unter dem Video: „Unglaublich, dass Sie dieses Video ausgerechnet jetzt veröffentlichen – mit Ceuta in Flammen und Spanien, das wie ein gescheiterter Staat wirkt.“

Noch deutlicher wurde „aaronn_bg“: „Während Spanien eine so ernste Krise durchlebt, kümmerst du dich weiter um die Playlist der Lieder, die du am meisten gehört hast, statt Erklärungen und echte Lösungen zu liefern. Was für eine Schande als Präsident.“

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