Politik

Friedrich Merz und Markus Söder einig: Thorsten Frei wird Nachfolger von Spahn

Friedrich Merz und Markus Söder einig: Thorsten Frei wird Nachfolger von Spahn
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Berlin – An Tag vier nach dem Rücktritt von Jens Spahn (46, CDU) als Chef der Unions-Bundestagsfraktion steht nach BILD-Informationen sein Nachfolger fest: Thorsten Frei (52, CDU), bisheriger Chef des Bundeskanzleramtes! Nach tagelanger Suche haben sich die Chefs von CDU und CSU, Bundeskanzler Friedrich Merz (70) und Bayern-Regierungschef Markus Söder (59), auf ihn geeinigt. ABER: Noch ist offen, wer auf Frei im Kanzleramt folgen soll!

Gegen Mittag, so heißt es, werde die CDU den Vorschlag bekanntgeben. Um 15 Uhr wollen dann Söder und Merz mit dem Fraktionsvorstand das weitere Vorgehen in einer Telefonschalte beraten. Wie es hieß, werde es zunächst keine Sondersitzung des Bundestages geben müssen. Auch noch nicht endgültig festgelegt ist, ob und wie Merz sein Kabinett umbauen wird. Im ZDF-Sommerinterview hatte er dies am Sonntag angedeutet.

Das ist der neue Fraktionschef

Der Jurist Thorsten Frei, seit 2013 Abgeordneter im Bundestag, gilt als beliebt und hoch angesehen in der Fraktion. Unter der Ampel-Regierung führte er die Fraktion unter Oppositionschef Merz als 1. Parlamentarischer Geschäftsführer. Einen guten Draht zur SPD habe er zudem auch.

Heißt: Merz setzt in der Fraktion auf einen engen Vertrauten. Frei kennt den Maschinenraum der Macht, die Abgeordneten der Union – und die empfindliche Zusammenarbeit mit der SPD. Genau diese Erfahrung soll jetzt helfen, die Fraktion nach dem Spahn-Schock schnell wieder zu sortieren. Offiziell ins Amt kommt der Nachfolger erst durch Wahl in der Fraktion, die dafür am kommenden Mittwoch in Berlin zu einer Sondersitzung zusammenkommen soll.

Auslöser für Spahns Rücktritt war die Debatte um Leihmutterschaft: Spahn und sein Ehemann Daniel Funke (44) wurden in den USA durch eine Leihmutter Eltern – ein Verfahren, das in Deutschland verboten ist. Der politische Sprengsatz: Spahn hatte sich zuvor selbst öffentlich gegen eine Legalisierung der Leihmutterschaft ausgesprochen. Es folgten öffentlicher Druck, Kritik und Rücktrittsforderungen – auch aus der eigenen Partei.

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