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Iran: Darum greift Donald Trump plötzlich die Mullahs nicht mehr an

Iran: Darum greift Donald Trump plötzlich die Mullahs nicht mehr an
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Berlin – Eigentlich sollte am Freitag ein massiver US-Schlag gegen den Iran beginnen. Doch dann zog US-Präsident Donald Trump offenbar die Reißleine. Nach Informationen von US-Regierungsvertretern hat Trump eine massive Eskalation seines Militäreinsatzes gegen die Mullahs vorerst verschoben. Der Grund: Es laufen wieder diplomatische Bemühungen, die Straße von Hormus zu öffnen – und in Washington tobt ein Streit über die schrumpfenden Munitionsbestände der USA.

General Dan Caine (57), Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, informierte das Weiße Haus laut „Wall Street Journal“ über die sinkenden Bestände an Flugabwehr-Abfangraketen. Caine sieht die niedrigen Bestände nicht als Hindernis für große Kampfhandlungen – das Risiko steige dadurch aber. Die Situation könnte zu einem großen Problem der USA werden.

Trump selbst bestreitet ein Munitionsproblem. In einer Stellungnahme beharrte er: „Wir haben weit mehr Munition als irgendjemand sonst auf der Welt, und weit mehr, als wir brauchen.“ Analysten warnen jedoch, dass die hohe Zahl verbrauchter Abfangraketen die Fähigkeit der USA schwächen könnte, weltweit Gegner abzuschrecken – auch China. Seit Kriegsbeginn mit dem Iran wurden mindestens 1500 Patriot-Abfangraketen verbraucht. Damit blieben den USA weniger als 1000 Patriot-Abfangraketen.

Lange: USA können Mullahs zu nichts zwingen

Am Freitag signalisierte Trump, dass die Diplomatie wieder eine Option sei. Zugleich haben die USA in den vergangenen drei Nächten ihre Angriffe komplett eingestellt. „Es gibt einen militärischen Ausweg“, sagte der US-Präsident zu Reportern. „Oder es gibt eine klügere Strategie, bei der man einen Deal macht. Und sie wollen einen Deal machen.“

Mehrere Golfstaaten versuchten, die Diplomatie wiederzubeleben – darunter Oman, dessen Diplomaten am Freitag Teheran besuchten. Militärexperte Nico Lange (51) erklärt in BILD: „Dass die USA nach fast zwei Wochen mit den Bombardements aufgehört haben, öffnet für regionale Akteure wie Oman, Pakistan und die Türkei den Weg, neue Regelungen für die Straße von Hormus zu erarbeiten.“ Die Welt müsse sich aber darauf einstellen, „dass das Hin und Her noch eine Weile weitergehen wird.“

Ein großes Problem der USA bleibe weiterhin, dass Trump keine militärischen Optionen habe, „um das Mullah-Regime wirklich zu etwas zu zwingen“, so Lange. Auf der iranischen Seite hätten die Hardliner das Sagen, die keine Kompromisse eingehen wollen.

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