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Nach 74 Jahren: Verschollenes Passagierflugzeug im Atlantik gefunden

Nach 74 Jahren: Verschollenes Passagierflugzeug im Atlantik gefunden
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New York – Am Karfreitag 1952 brach an Bord des Pan-American-Flugs 526A von Puerto Rico nach New York Panik aus. Über dem Atlantik geriet die Douglas DC-4 „Clipper Endeavor“ außer Kontrolle. Die viermotorige Maschine versank im Meer, 52 Menschen starben. Jetzt wurde das Wrack gefunden. Es erzählt die Geschichte eines Flugzeugabsturzes, der die zivile Luftfahrt für immer veränderte.

„74 Jahre nach dem Absturz vor der Nordküste Puerto Ricos wurde das Wrack der verschollenen Pan-American-Airways-Passagiermaschine nach jahrelanger Suche gefunden“, teilte die amerikanische Air/Sea Heritage Foundation (ASHF) mit.

Die Entdeckung des viermotorigen Flugzeugwracks, etwa so groß wie eine moderne Boeing 737, bezeichnete ASHF als „bahnbrechend“. Auch, weil die Katastrophe der „Clipper Endeavor“ das Fliegen sicherer machte.

Kurz nach dem Start auf der US-Karibikinsel Puerto Rico am 11. April 1952 waren zwei der vier Triebwerke ausgefallen. Die „Clipper Endeavor“ segelte mit 64 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern in den Atlantik. Der Pilot leitete eine sogenannte Notwässerung ein. Zwar riss das Heck ab, die Kabine blieb jedoch intakt. Alle 69 Insassen überlebten – zunächst.

Chaos an Bord kostete 52 Passagieren das Leben

Doch die Passagiere wussten nicht, was nun zu tun war. Damals waren Sicherheitseinweisungen vor dem Start nicht üblich. An Bord brach Chaos aus. Menschen suchten nach Ausgängen und Schwimmwesten. In weniger als drei Minuten lief das Flugzeug mit Wasser voll und sank. Küstenwache und Luftwaffe konnten nur zwölf der 64 Passagiere und alle fünf Mitglieder der Besatzung lebend aus dem Atlantik retten. 52 Menschen ertranken.

Absturz veränderte zivile Luftfahrt

„Die Tragödie am Karfreitag“ leitete eine Zeitenwende beim Vorgänger der heutigen US-Bundesluftfahrtbehörde FAA ein. Seither wurde es nach und nach zur Pflicht, dass Passagiere vor dem Flug eine Sicherheitseinweisung durch Flugbegleiter erhalten. Bei modernen Airlines werden zum Teil auch entsprechende Videos gezeigt.

So wurde das Wrack nach 74 Jahren entdeckt

Während ihr Schicksal die zivile Luftfahrt veränderte, verschwand die „Clipper Endeavor“ für fast ein Dreivierteljahrhundert. Bis Luftfahrthistoriker und ASHF-Präsident Russ Matthews 2019 erfuhr, dass ein alter Gepäckanhänger aus der Unglücksmaschine in Florida angespült wurde. Matthews entdeckte in Archiven Karten und alte Suchprotokolle der Luftwaffe. Nach und nach konnte das Suchgebiet eingegrenzt werden.

Mit Hilfe hochauflösender Sonare, Unterwasserdrohnen und -fahrzeugen wurde der Meeresboden gescannt. Am 2. Juni wurde das zerbrochene Aluminium-Wrack in etwa 600 Metern Tiefe entdeckt und fotografiert: „Die Bilder zeigten deutlich das ikonische, geflügelte Pan-American-Logo und den Flugzeugnamen, die auf dem beschädigten, aber weitgehend intakten und gut erhaltenen Rumpf noch lesbar waren“, teilten die Forscher mit.

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