Bonn – Im Kampf gegen die gefräßigen Flammen hat Spanien um Hilfe gerufen, Deutschland handelt und schickt seine Feuer-Helden! Am Donnerstagmorgen machen sich 56 Kameraden auf den Weg in die von Waldbränden geplagte Provinz Zamora. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn hervor.
Auch Ehrenamtliche fahren nach Spanien
Demnach sind beteiligt: Wehren aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen. Begleitet wird die spezialisierte Waldbrand-Einheit von weiteren Kameraden aus Niedersachsen. Außerdem von Helfern der Organisation @fire sowie einer Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe. Beeindruckend: Unter den Feuer-Helden sind auch ehrenamtliche Kräfte!
Die Mission erfolgt auf Bitten der spanischen Behörden im Rahmen des EU-Katastrophenschutzes. Wie die deutschen Männer und Frauen konkret helfen können, wird sich erst vor Ort entscheiden. Klar ist: Der Kampf gegen die Feuersbrunst wird „aufwändig und nicht alltäglich“, wie es in dem Schreiben heißt. Dafür haben die Retter insgesamt 21 Fahrzeuge und drei Anhänger dabei. Stand jetzt trifft der Konvoi am Samstag in Zamora ein, einem Landstrich an der Grenze zu Portugal mit rund 165.000 Einwohnern.
Nicht der erste Einsatz der Feuer-Helden
Es ist bereits der fünfte Einsatz der Feuer-Helden. Im August 2021 löschten die Kameraden auf der Halbinsel Peloponnes (Griechenland), ein Jahr später im französischen Bordeaux. Wie eingespielt die Truppe ist, zeigte sich im Mai 2023: Damals wurde die Einheit nach mehrtägiger Übung von der EU offiziell als Waldbrand-Modul zertifiziert. Darunter versteht der europäische Katastrophenschutz ein trainiertes Team, das äußerst kurzfristig einsatzbereit ist. 2025 gab es eine Mission in Spanien, in diesem Jahr waren die Retter in den Niederlanden im Einsatz. In der Pressemeldung heißt es: Die Einheit ist ein Pilotprojekt. Von den Erfahrungen sollen auch andere deutsche Feuerwehren profitieren.