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Yasin Mohamed wegen Vergewaltigung verurteilt, Opfer beginnt Therapie

Yasin Mohamed wegen Vergewaltigung verurteilt, Opfer beginnt Therapie
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München – Es sind starke Worte, es ist ein tiefer Blick in eine verletzte Seele. Sophie Imelmann (30) spricht nach dem Vergewaltigungs-Urteil gegen „Love Island“-Star Yasin Mohamed (35) über ihre Gefühle und ihren Kampf um Gerechtigkeit. Für die Schauspielerin ist der Urteilsspruch ein wichtiger Schritt zurück ins Leben.

„Ich bin unglaublich erleichtert und überwältigt. Nach zwei Jahren ist endlich eine riesige Last von mir abgefallen. Es wird noch etwas dauern, bis ich das wirklich begreifen kann“, sagt die Schauspielerin und Influencerin Sophie Imelmann (30) zu BILD. Nach dem Urteil am Amtsgericht München brach sie in Tränen aus.

Reality-Star Yasin Mohamed wurde zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil er seine damalige Freundin nach dem „Love Island V.I.P.“-Dreh 2024 vergewaltigt hat, wie die Richterin urteilte. „Das Gericht ist überzeugt, dass die Grenzüberschreitung stattgefunden hat“, hieß es in der Begründung.

„Urteil kann die Tat nicht ungeschehen machen“

Für Sophie Imelmann ist das „ein kleines Stück Gerechtigkeit“. Nachdenklich fügt sie hinzu: „Natürlich macht ein Urteil nicht ungeschehen, was passiert ist. Ich lebe seit der Tat mit vielen Folgen. Jetzt, wo der Prozess endlich vorbei ist, kann ich auch meine Therapie beginnen.“ Sie hoffe sehr, dass sie durch eine Psychotherapie das Erlebte besser verarbeiten könne und es ihr in Zukunft „Schritt für Schritt wieder besser geht“.

„Freispruch wäre ein Skandal gewesen“

Warum suchte sie nicht früher professionelle Hilfe? Ihr Anwalt Abdou Gabbar erklärt auf Nachfrage, dass vor Gericht womöglich infrage gestellt worden wäre, „was bei ihrer Aussage erlebnisbasiert und was durch die Therapie beeinflusst sein könnte“. So konnte seine Mandantin stets glaubhaft versichern, dass sie mehrmals „Nein“ gesagt und Mohamed weggedrückt habe. Der Jurist betont: „Ein Freispruch wäre ein Skandal gewesen.“

Prozessbesucher fassungslos

Die Verteidiger des „Love Island“-Darstellers hatten einen Freispruch gefordert. Sie argumentierten, dass die Intimitäten einvernehmlich gewesen seien. Außerdem fiel im Plädoyer der Anwälte der Satz: „Es gab nicht das, was normalerweise Menschen unter Sex verstehen.“ Zahlreiche Prozessbesucher reagierten darauf fassungslos. Fakt ist: Staatsanwaltschaft und Richterin werteten die Tat als Vergewaltigung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung legte Berufung ein. Damit wird der nächste Prozess vor dem Landgericht München stattfinden. Sollte Yasin Mohamed erneut schuldig gesprochen werden, könnte dem Reality-Star auch eine Haftstrafe ohne Bewährung drohen. Das Strafmaß bei Vergewaltigung reicht bis 15 Jahren Freiheitsstrafe.

Sophie Imelmann will jetzt noch entschlossener für Opfer sexualisierter Gewalt kämpfen. Die Influencerin: „Ich möchte nicht, dass andere Frauen das durchstehen müssen, was ich durchgestanden habe. Ich wünsche mir auch von der Justiz viel mehr Sensibilität im Umgang mit Betroffenen.“

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