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Zwei Terrorverdächtige in NRW festgenommen – sie sollen für den IS gekämpft haben

Zwei Terrorverdächtige in NRW festgenommen – sie sollen für den IS gekämpft haben
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Düsseldorf – Zugriff in den frühen Morgenstunden: Polizisten haben zwei Terrorverdächtige gestellt. Sie sollen bewaffnet für die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) gekämpft haben.

Seit März hatten die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und das Landeskriminalamt NRW gegen die beiden irakischen Staatsangehörigen Jasmin A. (29) und Qeysar Al. (46) ermittelt. Die zwei Zugriffe erfolgten am Donnerstagmorgen in den Städten Höxter und Bottrop. Die beiden Terrorverdächtigen waren völlig überrascht und ließen sich widerstandslos festnehmen.

Sie sollen für IS im Irak gekämpft haben

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Mitglieder einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu sein. Die Islamisten sollen mindestens von Mitte 2015 bis Ende 2016 im Irak als IS-Kämpfer unterwegs gewesen sein. Laut den Ermittlungen waren sie auch immer wieder an Kampfhandlungen mit Toten beteiligt.

Auf die Spur der zwei Männer war das Bundeskriminalamt gekommen, weil ihre Namen auf einer neuen IS-Liste als sogenannte „Battlefield Evidence“ entdeckt worden waren. Diese „Beweismittel aus Konfliktgebieten“ sind Daten, Materialien oder Informationen, die von Militär und Nachrichtendiensten in Gebieten bewaffneter Konflikte gefunden wurden.

Das können etwa Listen sein, auf denen steht, an welche IS-Kämpfer wann wie viel Sold ausgezahlt wurde oder bei welcher Einheit sie gekämpft haben. Die Sicherheitsbehörden nutzen diese Informationen – wie hier – als Beweise in Ermittlungen und Verfahren wegen islamistischem Terrorismus sowie Kriegsverbrechen.

Haftbefehl gegen zwei Terrorverdächtige in NRW

Gegen beide Tatverdächtigen gibt es bereits Haftbefehle, die noch heute Nachmittag vollstreckt werden sollen. Außerdem durchsuchten die Ermittler des Staatsschutzes beide Wohnungen und stellten Handys sowie Laptops sicher. Die Auswertung der sichergestellten Datenträger soll zeigen, ob die beiden Islamisten hier in Deutschland möglicherweise Aktionen geplant hatten. Hinweise darauf gibt es bislang aber keine.

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