Leverkusen – Am Montag steigt Exequiel Palacios (27) ins Training bei Bayer ein. Wie lange er bleibt, ist ungewiss. Der Argentinier will weg. Der Berater des Vizeweltmeisters hat den Wechselwunsch hinterlegt. Leverkusens Sportchef Simon Rolfes (44) sagte zuletzt: „Es gibt auch in diesem Jahr Interesse an Pala.“ Allerdings noch nicht von den Vereinen, die sich der Mittelfeldspieler vorstellt. Er will zu einem Spitzenklub – am liebsten in der Premier League.
Das ist das sportliche Ziel. Hinter dem Transferwunsch gibt es anscheinend auch einen finanziellen Antrieb. BILD erfuhr: Bayer zahlt seinem WM-Spieler seit dieser Saison 25 Prozent weniger Gehalt als zuvor. Das liegt an einer speziellen Vereinbarung, die der Meister-Spieler von 2024 im vergangenen Herbst bei seiner Vertragsverlängerung in Leverkusen unterschrieben hat.
Im Oktober erhielt Palacios einen neuen Kontrakt bis 2030. Der machte ihn zu einem der Spitzenverdiener des Klubs. Etwa sieben Millionen Euro brutto kann er nun pro Jahr kassieren. Dafür muss Leverkusen aber in der Champions League spielen. Wird die verpasst, sinkt sein Gehalt.
Da Bayer 2026/27 nur in der Europa League startet, gehen Palacios nach BILD-Info 25 Prozent der Bezüge verloren. Nach der Rechnung bekommt er jetzt rund 1,75 Millionen Euro weniger. Bedeutet: rund 5,25 Mio. pro Jahr statt etwa sieben Mio. Das merkt auch ein Fußball-Millionär.
Alle Bayer-Verträge enthalten Erfolgs-Komponenten
Alle Leverkusener Spieler haben leistungs- und erfolgsabhängige Komponenten in ihren Verträgen verankert. Bei manchen schlägt sich der Erfolg im Grundgehalt nieder, andere haben Prämien zum Beispiel für das Erreichen der Königsklasse vereinbart. Findet Palacios einen Top-Klub, liegt seine Ablöse wahrscheinlich bei über 40 Millionen Euro.
Vielleicht stimmt es ihn etwas milder, dass Bayer einen weiteren Star aus dem WM-Kader Argentiniens verpflichten will. Der Transfer von Verteidiger Facundo Medina (27) steht kurz vor dem Abschluss. Der Linksfuß soll für 20 Millionen Euro Ablöse von Olympique Marseille kommen.