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Bundesliga: Atubolu verliert in Freiburg sogar sein Trikot

Bundesliga: Atubolu verliert in Freiburg sogar sein Trikot
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Freiburg – Bis Ende Juli wollte er einen neuen Verein finden – doch die Vereinssuche bei Noah Atubolu (24) gestaltet sich weiterhin schwierig. Drei Jahre lang war Atubolu die unumstrittene Nummer 1 des SC Freiburg. Der Youngster entwickelte sich zu einem der besten deutschen Torhüter, schaffte sogar den Sprung in die Nationalmannschaft. Nach der vergangenen Saison wollte er den nächsten Karriereschritt gehen – am liebsten in die Premier League. Doch statt eines Traumtransfers herrscht Anfang August vor allem Stillstand.

Weil Atubolu seinen Vertrag nicht verlängern wollte, reagierte der SC früh und konsequent. Für rund 15 Millionen Euro holten die Breisgauer U-Nationalkeeper Mio Backhaus (22) von Werder Bremen. Der Neuzugang ist als neue Nummer 1 eingeplant. Für Atubolu hat sich die Situation dadurch komplett verändert. Er trainiert seit Saisonbeginn individuell, reiste nicht mit ins Trainingslager nach Schruns und hat mittlerweile sogar seine Rückennummer 1 verloren. Die trägt künftig erwartungsgemäß Backhaus. Und auf dem Transfermarkt? Dort läuft bislang längst nicht alles nach Plan.

Nach BILD-Informationen meldete sich Premier-League-Klub Bournemouth zuletzt bei Atubolu. Das Team von Trainer Marco Rose (49) zeigte Interesse – allerdings ausschließlich für die Rolle als Ersatzkeeper. Bei den Engländern ist Djordje Petrovic (26) als klare Nummer 1 eingeplant. Außerdem wollte Bournemouth keinen zweistelligen Millionenbetrag für den Freiburger bezahlen.

Für Atubolu kam dieses Szenario ohnehin nicht infrage. Sein Ziel ist klar: Er will spielen – und nicht auf der Bank sitzen. Dabei zählt der Freiburger zweifellos zu den größten Torwart-Talenten Deutschlands. Doch ausgerechnet der Torwartmarkt bremst ihn derzeit aus. Viele Top-Klubs, gerade in der Premier League, sind auf dieser Position langfristig hervorragend besetzt.

Auch Freiburg weiß um die schwierige Lage. Sportdirektor Klemens Hartenbach (61) sagte dem „kicker“: „Vielleicht haben wir alle ein bisschen unterschätzt, wie spät Tempo in diesen besonderen Torwartmarkt kommt.“ Zuletzt berichtete „Sky“ zudem über Interesse von Olympique Marseille und Juventus Turin. Konkrete Fortschritte gab es bislang allerdings nicht.

So entwickelt sich dieser Transfersommer bislang ganz anders, als Atubolu ihn sich vorgestellt hatte. Während Backhaus längst die neue Nummer 1 im Breisgau ist, wartet Atubolu weiter auf den Anruf, der seinen Wechsel doch noch möglich macht.

Freiburg betonte zuletzt immer wieder, dass das Verhältnis mit dem langjährigen Stammtorwart weiterhin gut ist. Trotzdem dürften Spieler, Verein und Verantwortliche gleichermaßen hoffen, dass dieses Kapitel schon bald mit einem passenden Transfer endet. Doch vorerst geht die Vereinssuche weiter.

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