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Die Lage der Liga: Was soll man Neuer jetzt wünschen?

Die Lage der Liga: Was soll man Neuer jetzt wünschen?
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7. November 2026 um 16.10 Uhr: Ist das der Moment, von dem man später sagen wird: Bei einem Spiel in Mainz ging die wunderbare Karriere von Manuel Neuer zu Ende?

Es ist auf jeden Fall der Moment, in dem Neuer sich mit einer erneuten Fußverletzung auswechseln lassen muss. Und das, nachdem er bei einem (aberkannten) Tor der Mainzer nicht sehr glücklich aussah.

Unabhängig davon, wie die genaue Diagnose ausfällt: Man leidet selbst als Außenstehender mit. Nicht zu verwechseln mit billigem Mitleid.

Warum?

Weil Neuer einer der größten – vielleicht der größte – Torhüter unserer Fußballgeschichte ist. Ich sehe ihn noch in der Champions League am Anfang mit Schalke und seit 2011 mit Bayern als unüberwindbaren Turm in vielen Schlachten.

Im WM-Finale 2014 als Felsen gegen die Argentinier und als offensiver Selbstverteidiger gegen Higuaín (die Szene kann man natürlich auch anders bewerten …). Und als bewundernswerter Zurückkämpfer nach seinem schweren Skiunfall.

Und jetzt sehen wir meist nur noch die Leiden des alten Neuer. „Ich habe jeden Tag Schmerzen im Fuß“, gab er am Dienstag nach dem Sieg bei Atlético Madrid ungewöhnlich offen zu. Mit dem Anpfiff in Mainz hat er mit 40 Jahren und 225 Tagen noch den Altersrekord als Profi des FC Bayern gebrochen.

Doch was soll man ihm jetzt wünschen für den Rest seiner Karriere? Dass er schnell wieder fit wird für den Endspurt ums Triple? Oder dass er sich selbst erlöst und das Tor dauerhaft für Jonas Urbig freigibt?

Auf jeden Fall müssen die Bayern mindestens einen Titel – am besten die Champions League – gewinnen, um ihren Kapitän Manuel Neuer am Saisonende mit „was in der Hand“ zu verabschieden.

Die Bayern haben noch eine weitere, etwas luxuriösere Altersdiskussion. Um Harry Kane!

Sky-Experte Dietmar Hamann sieht ein Risiko in der Vertragsverlängerung von ihm. Beim Ablauf im Juli 2029 wäre der Ballon-d’Or-Boy fast 36 Jahre alt. Also ziemlich alt.

Bayerns Sportvorstand Max Eberl kontert vor dem Mainz-Spiel ausgerechnet in Didis Haussender: „In Deutschland gibt es immer einen, der in die Suppe spucken muss – und Didi ist leider oft dabei.“

Anruf beim vermeintlichen In-die-Suppe-Spucker: „Hallo, Didi, was hast du gegen Harry?“ Hamann antwortet: „Nichts. Das würde ich genauso sagen bei jedem anderen Spieler im gleichen Alter.“ Dies wiederum wird die Bayern wohl kaum beruhigen. Der leise Zweifel an King Kane gilt als Akt der Majestätsbeleidigung.

Hamann ist für die Bosse seit Jahren das roteste Tuch überhaupt. Uli Hoeneß wetterte über ihn mal als „Messias der Fußball-Kommentatoren – der Alles-Besserwisser“.

Immerhin ist Hamann bereit, sich mit Kritiker-Kritiker Eberl zu einem Versöhnungsgipfel zu treffen. Beide spielten übrigens zusammen bei Bayern. Davon merkt man heutzutage nicht mehr viel …

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