Sport

Großer Ärger um illegalen BH-Trick bei der Tour de France Femmes!

Großer Ärger um illegalen BH-Trick bei der Tour de France Femmes!
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Einige Etappen sind bei der Tour de France Femmes bereits absolviert – doch jetzt droht ein Manipulations-Skandal. Der Vorwurf: Fahrerinnen sollen beim Zeitfahren künstliche Polsterungen im Sport-BH verwenden, um sich einen aerodynamischen Vorteil zu verschaffen. Mehrere WorldTeams schlugen Alarm.

Im Fahrerfeld macht ein kurioses Thema die Runde, das noch große Auswirkungen haben könnte. Mehrere Teams äußerten gegenüber dem holländischen Medium „Wielerflits“ große Sorgen wegen einer unerlaubten Aerodynamik-Hilfe.

Professor erklärt den Trick

Bert Blocken, Professor für Aerodynamik an der Heriot-Watt-Universität in Schottland und der LUT in Finnland, erklärt den Nutzen: „Wir sprechen hier von einer Brustverkleidung, mit der man den Luftstrom um den Körper herum verändert und so den Überdruck auf die Oberschenkel verringert.“ Die Folge: „Dadurch erfährt die Fahrerin weniger Luftwiderstand. Es ist zwar nicht so, dass man damit in einem Zeitfahren Dutzende von Sekunden Vorsprung gewinnt, aber bei einer Etappe von 20 bis 30 Kilometern kann dies Sekunden einbringen, die entscheidend sein können.“

Seine Studie ergab: Ein theoretischer Zeitgewinn von mindestens 0,78 Sekunden pro Kilometer ist möglich. Auf einer Strecke von 21 Kilometern würde das einen Vorteil von mehr als 16 Sekunden ergeben – durchaus ein großer Einfluss auf das Rennergebnis.

Verdächtige Bilder von Olympia

Namentlich werden im Bericht keine Fahrerinnen genannt. Allerdings soll es ähnliche Vorfälle bereits in der Vergangenheit gegeben haben. Bilder von verschiedenen Fahrerinnen bei den Olympischen Spielen 2024 oder dem Giro d'Italia sorgten für Aufsehen – sie trugen eindeutig etwas unter ihrem Trikot im Brustbereich.

Ein derartiger Trick ist in den UCI-Regularien längst verboten und würde mit einem sofortigen Rennausschluss bestraft werden. Allerdings soll dies in der Praxis kaum richtig kontrolliert werden.

Teams forderten, dass Fahrerinnen nach dem Einzelzeitfahren von einer weiblichen Jurorin explizit darauf kontrolliert werden. Der Weltverband reagierte: Die UCI verschärfte vor der 4. Etappe die Kontrollen bei der Ausrüstung.

Vielleicht verpasst