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Jürgen Klopp: Das wird beim DFB-Team jetzt alles neu

Jürgen Klopp: Das wird beim DFB-Team jetzt alles neu
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Vollgas für den deutschen Fußball!

Eigentlich sollte Jürgen Klopp (59) morgen beim Internationalen Trainer-Kongress in Mainz einen Vortrag halten. Doch wegen seines neuen Bundestrainer-Jobs wird das nun verschoben. Vertraglich legt Klopp zwar erst am 15. August los, doch keiner hat Zweifel daran: Klopp geht schon jetzt in die Vollen. Denn er hat viel vor!

Der DFB als Großbaustelle! Nach einem Jahrzehnt voller Turnierenttäuschungen will Klopp den Verband in eine erfolgreiche Zukunft führen. Bei seinen bisherigen Vereinen (Mainz, Dortmund, Liverpool) war er nie nur Trainer.

Klopp denkt ganzheitlicher: „Meine Hauptaufgabe ist es, der A-Nationalmannschaft zu helfen. Das funktioniert aber nur, wenn im Unterbau sehr gut gearbeitet wird.“ Und weiter: „Wir sollten besseren Fußball spielen, aber wir müssen auch ganz viele andere Dinge ändern. Dafür muss man Leute haben, die sich gemeinsam mit mir darum kümmern, weil wir jeden Stein umdrehen wollen. Wenn unter dem Stein was ist, was gut ist, dann machen wir es wie vorher. Wenn unter dem Stein was ist, was angepasst werden muss, dann machen wir das.“

Dazu passt: Ab 1. Januar wird Weltmeister Per Mertesacker (41) neuer Geschäftsführer und Nachfolger von Andreas Rettig (63/Vertrag läuft aus). Der Weltmeister von 2014 war acht Jahre lang Akademie-Chef bei Arsenal und kennt sich mit Strukturen und der (Nachwuchs-)Arbeit an der Basis aus.

Eine weitere wichtige Personalie: Klopp bringt Marc Kosicke (55) mit, der seit rund zwei Jahrzehnten sein Berater und enger Vertrauter ist. Die Stelle des „Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation“ wird neu geschaffen, Kosicke wird externer Mitarbeiter des DFB und seine Beratertätigkeit aufgeben. Seine Themen: Organisation und Administratives, Kommunikation und Sponsoren.

Zum weiteren Co-Trainer-Team von Klopp gehören Peter Krawietz (54) und Pepijn Lijnders (43) sowie Ex-BVB-Star Sven Bender (37). Weiterhin dabei sind, wie schon unter Vorgänger Julian Nagelsmann (39), die Torwarttrainer Andreas Kronenberg (51) und Standardtrainer Mads Buttgereit (41), die beide noch Vertrag haben.

Die NEUtionalmannschaft – was ändert sich auf dem Platz?

Voraussichtlich in der zweiten Septemberwoche wird Klopp seinen ersten Kader nominieren. Sein Debüt steigt mit dem Nations-League-Spiel in Amsterdam gegen Holland (24.9.). Klopp will die Mannschaft in der Vorbereitung einen Tag eher als zuletzt üblich bei Partner Adidas in Herzogenaurach zusammennehmen und kündigt bereits Kaderüberraschungen an („Ich bin mutig“).

Ebenfalls neu: Klopps Spielweise ist ganz klar definiert. Es wird keine Harakiri-Änderungen oder Experimente geben. Bei seinen Ex-Klubs und zuletzt als globaler Fußballchef von Red Bull, wo er weltweit sieben Klubs betreute, hat er ganz klar gefordert: Viererkette in der Abwehr, keine Manndeckung erlaubt und Spiel über die Flügel. Dort sind für Klopp die Unterschiedsspieler („Die Spielmacher der heutigen Zeit“).

Klar auch: Die DFB-Stars sollen künftig auf den Stammpositionen wie bei ihren Klubs spielen. Gilt vor allem für Joshua Kimmich (31), der dann nicht rechts hinten, sondern im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen wird.

Mit ihm als Kapitän dürfte Klopp zeitnah das Gespräch suchen. Überhaupt will er als Bundestrainer viel unterwegs sein, sich bei Spielen im In- und Ausland persönlich ein Bild von den Spielern machen – auf und neben dem Platz. Klopp hat für sich bereits eine XXL-Kader-Liste erstellt: „Da stehen 57 Feldspieler drauf, die man sich mal angucken kann.“

Seine klare Forderung: „Jeder, der berechtigt ist, für Deutschland zu spielen, sollte sich Mühe geben, weil ich genau hingucken werde. Die Tür zur Mannschaft ist offen. Heute ist für alle, die Bock darauf haben, ein Neustart.“

Große Worte für eine große Aufgabe. Ab September müssen große Taten folgen!

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