Bimini (Bahamas) – Horror-Angriff im Traumurlaub! Ein ganzes Rudel Hunde hat ein Kind auf den Bahamas angegriffen und zerbissen. Jetzt kämpft sich der tapfere Beau Brattain (9) zurück ins Leben, wie unter anderem das „The Nassau Guardian“ berichtet.
Der Junge war mit seiner Familie von Florida auf die Bahamas gefahren. Als Beau am 28. Juli am Strand von South Bimini Sand sammelte, passierte es: Gleich sechs Staffordshire Bullterrier griffen unvermittelt an, Mediziner zählten rund 100 Bisswunden am Körper des Kindes. Lebensbedrohlich verletzt wurde das Opfer in eine Spezialklinik nach Florida geflogen, wo es zweimal operiert werden musste. Einer der Eingriffe dauerte zehn Stunden.
Besitzer nach wenigen Tagen verurteilt
Dem Neunjährigen geht es glücklicherweise besser. Bekannte haben für ihn und seine Familie eine Gofundme-Spendenkampagne ins Leben gerufen. Bislang kamen rund 285.000 Dollar zusammen. Das entspricht umgerechnet etwa 250.000 Euro. Das Geld dient der Deckung der medizinischen Kosten und „allen Bedürfnissen, die im Zuge von Beaus Genesung auftreten“.
Keine zehn Tage nach dem Blutrausch ist der Halter der Tiere zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Harrington Vincent Rolle (34) aus South Bimini zeigte Prozessbeobachtern zufolge keinerlei Regung, als die Richterin das Urteil verlas. Zuvor hatte der Hafenmeister versucht, die Schuld seinem 14-jährigen Neffen in die Schuhe zu schieben: Ihm habe er aufgetragen, die Tiere im Zwinger zu sichern – wohlwissend, dass das Vorhängeschloss kaputt war. Rolle sagte, er habe nicht geglaubt, dass die Tiere ausbrechen würden. Alle sechs Hunde werden eingeschläfert.
Hunderasse gilt angeblich als besonders kinderlieb
Staffordshire Bullterrier sind bis zu 17 Kilo schwere Kraftpakete. Sie sind laut Rassestandard „liebevoll“ und zwar „besonders zu Kindern“. In den meisten Bundesländern Deutschlands wird der Staffordshire Bullterrier als Hund einer gefährlichen Rasse angesehen, weswegen er strengen Halterbeschränkungen unterliegt.