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Landebahn in Leipzig gesperrt! Polizei sucht zweite Drohne

Landebahn in Leipzig gesperrt! Polizei sucht zweite Drohne
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Leipzig – Der Großeinsatz am Leipziger Airport geht weiter: Zwei Hundertschaften der Polizei rückten kurz nach 13.30 Uhr auf dem Flughafengelände an. Ihr Auftrag: Die Nordpiste nach Trümmerteilen einer zweiten Drohne absuchen. Die Bereitschaftspolizisten kämmen Meter für Meter die Landebahn durch.

Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig-Halle fahnden die Ermittler nun nach einem weiteren Flugobjekt. Ein DHL-Frachtflieger konnte wegen der Sperrung des Flughafens zunächst nicht wie geplant landen und musste durchstarten. Dabei kollidierte die Maschine offenbar mit der mutmaßlich zweiten Drohne. Nach der sicheren Landung in Hannover stellten Experten leichte Schäden im Frontbereich fest.

Kollision in 600 Metern Höhe

Nach BILD-Informationen hielt die Crew einen Vogelschlag für ausgeschlossen. Auch wurden an dem Flieger keine Blutspuren gefunden, die auf ein Tier hindeuten würden. Daher gehen die Ermittler davon aus, dass es sich um eine sogenannte Beobachtungsdrohne handeln könnte. Möglicherweise war sie mit einer Kamera ausgestattet, um den Anschlag zu filmen.

Zunächst gingen die Fahnder davon aus, dass der Zusammenprall wenige Kilometer vom Flughafen entfernt geschah. Aufgrund der Höhe (500 bis 600 Meter) und des Tempos (270 bis 300 km/h) gehen sie jedoch mittlerweile davon aus, dass der Crash im nördlichen Teil der Landebahn geschehen sein könnte.

Stundenlang durchkämmten die Suchtrupps die Landebahn und die angrenzende Wiese. Nach BILD-Informationen gab es bislang keinen relevanten Fund. Dr. Patrick Pintaske (43) zu BILD: „Wir sprechen weiterhin von einem zweiten Flugobjekt. Derzeit können wir keine weiteren Zwischenstände der Ermittlungen mitteilen.“

100 Ermittler in Sondereinheit

In Sachsen hat das Terror- und Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes in Dresden die Ermittlungen übernommen. Es wurde eine sogenannte „Besondere Aufbauorganisation“ (BAO) mit rund 100 Ermittlern gegründet – eine Vorstufe zu einer Soko.

Nach BILD-Informationen wurde die Sprengstoff-Drohne vom Leipziger Flughafen kontrolliert gesprengt. Die Polizei hatte die Bombe gesichert und in den Südbereich des Flughafengeländes zu einem Rückhaltebecken gebracht, dann war eine Detonation zu hören.

Bei dem Sprengstoff soll es sich nach BILD-Informationen um Semtex handeln. Das ist ein militärischer und industrieller Plastiksprengstoff, den Terroristen auch beim Lockerbie-Anschlag 1988 verwendeten.

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