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Nach dem Aigner-Coup: Kann Söder jetzt noch Kanzler werden?

Nach dem Aigner-Coup: Kann Söder jetzt noch Kanzler werden?
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Berlin – So viel ist jetzt klar: Ilse Aigner (61), die Frau aus Bayern, soll erste Bundespräsidentin werden. Das war es dann auch schon mit den Gewissheiten in Polit-Berlin. Ist der Kanzler fester im Sattel, der CSU-Chef aus dem Rennen, der NRW-Konkurrent dichter oder weiter weg vom Macht-Fenster?

Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat Sommer- und Herbststurm ausgesessen, CSU-Söder in Bayern ge-, NRW-Wüst ferngehalten; seine Bundespräsidentin gefunden. Könnte als Kanzler Weihnachten feiern und gut rüberrutschen. Den Rest: wird man sehen.

CSU-Chef und Bayern-Boss Markus Söder (59): Die einen unken, nach Aigner sei kein Platz für einen Zweit-Bayern in Berlin. Sehen sie zumindest in der CSU anders: Söders Weg sei NICHT blockiert. Im Gegenteil: Das Kräfteverhältnis in der Union habe sich zur CSU verschoben. Die habe Aigner gegen CDU-Landesfürsten durchgeboxt. Außerdem habe die CDU keine bundesweit wirksame Merz-Alternative. Die CSU schon: Ihn, Söder. Der kantige Polarisierer halte 37 Bayern-Prozent. Stabil dahoam, bundesweit gehört.

Plötzlich hat Wüst einen neuen Konkurrenten

NRW-Regent Hendrik Wüst (51, CDU): Muss zunächst die NRW-Landtagswahl (25. April) gewinnen. Seiner schwarz-grünen Regierung drohen Verluste (CDU: minus 9 Punkte). Aber: Wüst gilt vielen in der CDU als Favorit auf die Merz-Nachfolge an der CDU-Spitze und als wichtiges Gegengewicht zu Söder. Viele loben seinen ruhigen, fast präsidialen Regierungsstil. Fraglich allerdings, ob er wirklich (schon) will. Und: Wüst hat mit Hessens Regierungschef Boris Rhein (54, CDU), der sich deutlich konservativer positioniert, einen neuen Konkurrenten.

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