Weil am Rhein (Baden-Württemberg) – Über Stunden hielt ein 38-Jähriger seine Ex-Freundin in einer Bar gefangen und misshandelte sie. Sein Ziel: Der Mann wollte Informationen erpressen. Die Frau erlitt mehrere Brüche im Gesicht und an den Rippen. Erst jetzt, rund eine Woche nach der schrecklichen Tat, hat die Staatsanwaltschaft Details zu dem Fall veröffentlicht.
Die Tat ereignete sich bereits am 26. Juli in der Kleinstadt in Baden-Württemberg an der Grenze zur Schweiz und zu Frankreich. Nach der Geiselnahme flüchtete der Mann. Drei Tage später schlug das SEK zu – einige Polizisten wurden gezielt eingeflogen, um den Gesuchten festzunehmen.
Einsatz zu gefährlich – SEK benötigt
Vor der Festnahme erstellten die Behörden eine Gefahrenprognose. Ziel: mögliche Risiken für die Polizei minimieren. Die Entscheidung fiel auf ein Spezialeinsatzkommando, heißt es von der Staatsanwaltschaft Freiburg. Details zum Einsatz gaben die Ermittler nicht bekannt. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Die Einsatzkräfte waren auch mit einem Hubschrauber vor Ort, der auf einem örtlichen Fußballplatz landete.
Nach der Festnahme hielten sich Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst bedeckt. Die Behörden wollten die laufenden Ermittlungen nicht gefährden, so die Erklärung. Jetzt lieferten die Ermittler erste Informationen zu dem Einsatz. Zur Nationalität des Festgenommenen äußerte sich die Polizei bisher nicht. Weil am Rhein hat rund 32.000 Einwohner und liegt im Landkreis Lörrach.