Politik

Donald Trump empfängt Selenskyj und Netanjahu – Droht neuer Streit?

Donald Trump empfängt Selenskyj und Netanjahu – Droht neuer Streit?
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Washington – Große Weltdiplomatie am Rande der Trauerfeier für US-Senator Lindsey Graham (†71)! Für den engen Vertrauten von Donald Trump wird am Dienstag in der National Cathedral in Washington eine Trauermesse stattfinden. Der US-Präsident hält die Hauptrede. Ebenfalls anwesend: Israels Premier Benjamin Netanjahu und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Mit beiden will sich Trump zu Gesprächen treffen.

Beide genossen die leidenschaftliche Unterstützung von Graham. Unvergessen bleiben die Szenen vom Februar 2025: Nachdem Selenskyj im Oval Office von Trump und Vizepräsident JD Vance (41) scharf attackiert worden war, nahm der South-Carolina-Senator den Ukrainer demonstrativ in Schutz. Umringt von Dutzenden Reportern stellte er sich entschlossen hinter die Ukraine. Grahams letztes Treffen vor seinem Tod galt erneut Selenskyj.

Am 11. Juli starb der Senator nach einer Aortendissektion – nur einen Tag zuvor war er noch in der Ukraine gewesen. Nun wollen Netanjahu und Selenskyj die Gelegenheit nutzen, angesichts der Kriege im Iran und in der Ukraine direkt auf Trump einzuwirken.

Schwieriges Gespräch für Netanjahu

Besonders das Gespräch mit Netanjahu dürfte aber schwierig werden. Das Verhältnis zu Trump war zuletzt frostig. Er soll sauer sein, weil „Bibi“ ihn mit dem Versprechen eines schnellen Sieges über den Iran in den Krieg gelockt habe. „Netanjahu mag Trump einen schnellen Sieg über Iran verkauft haben – aber Trump kann dafür niemandem außer sich selbst die Schuld geben“, sagt der US-Außenpolitikexperte Jonathan Cristol zu BILD.

Die Beziehung gelte aber als belastet: Ein frustrierter Trump bezeichnete Netanjahu sogar als „verrückt“. Cristol: „Netanjahu dürfte vor diesem Treffen mit Trump nervöser sein als je zuvor!“ Er wolle Trump brisante neue Iran-Akten vorlegen, berichtete die „New York Post“. Es gebe Beweise, wonach Teheran am geheimnisvollen Standort „Pickaxe Mountain“ neue Atomanlagen ausbaut – und bei den Friedensgesprächen nur täuscht.

Selenskyj hat jetzt Trumps Respekt

Harmonischer könnte das Treffen mit Selenskyj verlaufen. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte Trump den Ukrainer im Oval Office noch angebrüllt. Inzwischen scheint er sich deutlich stärker auf Kiews Seite zu stellen. „Ich glaube, dass beide einen Deal wollen“, sagte Trump zuletzt – auch in Richtung des russischen Aggressors.

Das Weiße Haus erlaubte der Ukraine zudem, Patriot-Abfangraketen unter US-Lizenz selbst herzustellen. Experte Cristol: „Trump unterstützt gern Gewinner. Solange die Ukraine weiter spektakuläre Angriffe tief im Herzen Russlands durchführt, wird er beeindruckt bleiben!“

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