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Nach Massaker der Hamas: Freund von Terror-Opfer erschießt sich auf ihrem Grab

Nach Massaker der Hamas: Freund von Terror-Opfer erschießt sich auf ihrem Grab
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Elkana (Westjordanland) – Der Horror des Hamas-Massakers am 7. Oktober 2023 nimmt kein Ende – die Folgen ziehen sich bis heute durch die Leben vieler Israelis. Die seelischen Schäden sind dabei im Alltag oft unsichtbar, doch sie belasten die Hinterbliebenen gewaltig. Bar Araf (30) hat den Kampf gegen seine Dämonen verloren. Er hat sich auf dem Grab seiner Freundin im Westjordanland erschossen.

Die Leiche von Bar wurde am Samstagabend an der Grabstätte seiner getöteten Freundin Liron Barda gefunden – fast drei Jahre nach ihrem Tod beim Überfall auf dem Nova-Festival, bei dem 378 Menschen ermordet wurden. Gegenüber der israelischen Nachrichtenseite „Walla“ beschreibt seine Schwester Lehi den erschütternden Moment, als sie ihn fand: „Meine Schwester hatte ein Gefühl und sagte mir, ich solle hinfahren. Ich fuhr los und sah ihn plötzlich neben Lirons Grab liegen. Ich sagte zu ihm: ‚Steh auf, was machst du denn schon wieder?‘ Dann bemerkte ich, dass er voller Blut war. Neben ihm trat ich auf eine Waffe. Ich schrie. Ich konnte nicht mehr funktionieren.“

Seine Freundin Liron half Verletzten

Der Vater der Geschwister begann mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Aber es war zu spät. „Er war kalt. Die Rettungskräfte versuchten alles. Er starb dort, wo er am liebsten sein wollte – bei der Frau, bei der er am liebsten sein wollte“, so seine Schwester Lehi. Bar hatte seit dem Massaker mit unermesslicher Trauer zu kämpfen. Doch statt sich zurückzuziehen, hielt Bar engen Kontakt zu Lirons Familie und besuchte ihre Eltern regelmäßig. Doch die Last der anhaltenden Trauer war am Ende zu groß.

Seine Freundin Liron hatte beim Nova-Festival gearbeitet und sich geweigert, zu fliehen, als die Terroristen das Gelände überfielen. Stattdessen blieb sie vor Ort, um Verwundeten zu helfen, wie Überlebende später berichteten. Aufnahmen ihrer letzten Momente zeigen, wie sie sich auf dem Festivalgelände um verletzte Besucher kümmerte. Trotz der direkten Gefahr durch die Terroristen auf dem weitreichenden Nova-Gelände hatte sich Bar am 7. Oktober direkt auf den Weg zu Liron gemacht. Auf halber Strecke wurde ihm klar: Es war zu spät. Sicherheitskräfte schickten ihn zurück.

Hamas-Überfall führte zu vielen Suiziden

Bar Araf ist nicht der einzige, der die traumatischen Erlebnisse des Hamas-Massakers nicht verarbeiten konnte. Im April 2024 erklärte Guy Ben Shimon, der selbst Überlebender ist, dass es in den ersten sechs Monaten seit dem Massaker bereits 50 Suizide unter den Überlebenden des Nova-Festivals gegeben habe. Doch in der Zwischenzeit ist diese Zahl weiter gestiegen.

Die Hamas hat bei ihrem Überfall am 7. Oktober 2023 mehr als 1200 Menschen auf brutalste Weise ermordet. 250 Geiseln wurden nach Gaza verschleppt – nicht alle kamen lebend zurück nach Israel. Die Spuren des Massakers haben in der gesamten israelischen Gesellschaft tiefe Narben hinterlassen. Jeder kennt jemanden, der direkt von dem Terrorangriff betroffen ist. Bis heute gibt es viele Überlebende, die aufgrund ihres psychischen Zustands Hilfe benötigen.

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